Aalener Sportallianz>Sportangebote>Sportarten>Schwimmen>ASA-Schwimmer /-innen in Deutschland und Schweiz

ASA-Schwimmer /-innen in Deutschland und Schweiz

Aalener Sportallianz>Sportangebote>Sportarten>Schwimmen>ASA-Schwimmer /-innen in Deutschland und Schweiz

ASA-Schwimmer /-innen in Deutschland und der Schweiz / 4 Vereinsrekorde

An den letzten zwei Wochenenden (26. & 27.03.2022 /  02. &03.04.2022) sind die ASA-Schwimmer ziemlich weit in Deutschland und in der Schweiz, zu den verschiedensten Langbahnwettkämpfen, gereist. Zum Internationalen Schwimmfest nach Erlangen, nach Sachsen-Anhalt zum Internationalen Gothaer Schwimmfest in Magdeburg, nach Heidelberg zum Bundeswettkampf und in die niedersächsische Hauptstadt Hannover, sowie zu den Schweizer Meisterschaften.

Pandemiebedingt gibt es im näheren Umkreis deutlich weniger Wettkämpfe als noch vor zwei Jahren. Es wurden vier Vereinsrekorde aufgestellt. In Erlangen holte sich Vanessa Dambacher den Vereinsrekord über 50m Schmetterling. In Hannover stellte im Vorlauf Oliver Hummel über die doppelte Strecke einen Vereinsrekord neu auf und im Endlauf schmetterte Julian Morassi die Strecke eine Hundertstel schneller und hält nun den Vereinsrekord. In der Schweiz stellte Oliver Hummel den Rekord über 50m Brust neu auf.

Die beiden jungen Schwimmerinnen Elena Perez-Kelke (2006) und Sanja Bork (2008) konnten nach zirka einem Jahr Trainingspause wieder gut in die Wettkämpfe einsteigen und ihre alten Bestzeiten deutlich steigern. Sie konnten vor allem auf den mittleren Freistilstrecken 200 und 400m etliche Sekunden schneller als je zuvor schwimmen und sich teilweise unter den ersten 10 platzieren.

Vanessa Dambacher konnte durchweg Medaillenplätze erreichen und schnappte sich über 50m Schmetterling den Vereinsrekord von Carolin Morassi. Keine Aalenerin war bis dato schneller über 50m Schmetterling als nun Vanessa Dambacher und sie drücke den Rekord um 3 Hundertstel auf 28,38sek, womit sie die Norm für die Süddeutschen Meisterschaften deutlich unterbot. Momentan hat sie fünf Quali-Zeiten für diese Meisterschaften erfüllt.

Vereinsrekord Nummer 2 und 3 stellte Oliver Hummel auf und er schrammte im Vorlauf zu 100m Schmetterling sehr knapp an der Minutengrenze vorbei. Schnelle 1:00,55min standen am Ende auf der Anzeigentafel in Hannover. Ein weiterer Vereinsrekord wurde von ihm verbessert. Zuvor hatte ihn Tobias Kohler in Gaildorf 2018 mit 26,72sek aufgestellt und nun wurde er auf 26,62sek, durch Oliver Hummel, gedrückt. Sprintstark war er auch über 50m Brust mit 32,01sek unterwegs, da wackelte der Vereinsrekord - 31,95sek - von Manuel Hommel aus dem Jahr 2006 aber gewaltig. Oliver Hummel schwamm seine Zeit bei den Schweizer Meisterschaften in Zürich. Er wird ebenfalls bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften, momentan mindestens viermal, an den Start gehen.

Für den Endlauf in Hannover über 100m Schmetterling qualifizierte sich Julian Morassi und er ließ den Vereinsrekord von Oliver Hummel, am Vormittag aufgestellt, nur für ein paar Stunden gelten. Am Nachmittag im Endlauf wurde der Rekord neu aufgestellt. Julian Morassi schwamm eine Hundertstel schneller und freute sich über die Zeit von 1:00,54min. Nach ihren Rekorden wollen beide beim nächsten Mal unter einer Minuten schwimmen, war die klare Ansage nach den Rennen. Ein weiteres starkes Rennen hatte Julian Morassi über 200m Freistil. Nur 9 Zehntel blieb er über der 2-Minutengrenze hängen, 2:00,91min bedeutet auch die Qualifikation bei den Süddeutschen Meisterschaft im kommenden Mai.

Seine Schwester, Carolin Morassi, verfehlte um eine Zehntel ihren Vereinsrekord über 50m Freistil und sprintete eine Bahn in 26,93sek. Auch sie hat die Normzeiten für die Süddeutschen in vielen Strecken deutlich unterboten. In ihrer Spezialdisziplin Schmetterling wurde die Technik umgestellt und dies ist nicht so einfach innerhalb kurzer Zeit alles zu kompensieren, zumal so eine Umstellung bei älteren Schwimmern deutlich länger dauert als bei Jüngeren.

Ebenfalls zahlreiche Quali-Zeiten für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften erzielte Darija Schiele. Sie wird über mindestens vier Strecken an den Start in Riesa im Mai gehen. In drei verschiedenen Lagen Rücken, Freistil und Schmetterling startet sie über die 50m Sprintstrecke und auch die 100m Schmetterling wird sie bestreiten.

In Hannover gab es die Goldmedaille für Vivien Jocham für ihre ruhig und mit langen Zügen geschwommene 800m Freistil. Sie schlug in neuer Bestzeit von 10:08min. Gern schwimmt sie die längeren Freistilstrecken (200m, 400m und 1500m) und nahm sowohl in Erlangen als auch in Hannover hierfür immer die Bronzemedaillen mit nach Hause. Vierte wurde sie über 100m Freistil und war nur 3 Hundertstel von ihrer Bestzeit entfernt.

Erlangen

v.l.n.r. Sanja Bork, Miriam Merkel, Julian Morassi, Vivien Jocham, Tom Gentner,
Trainer Miguel Morgado, Johanna Gölder, Matthias Oppold, Vanessa Dambacher,
Julia Merkel, Elena Perez-Kelke, Darija Schiele, Valentin Gölder

Hannover

v.l.n.r Vanessa Dambacher, Julian Morassi, Vivien Jocham,
Benedikt Uhl, Sanja Bork, Oliver Hummel, Trainer Miguel Morgado

In Erlangen konnte Tom Gentner zweimal als Sieger im Jahrgang 2007 aus dem Becken steigen. Sowohl über die 400m Freistil als auch die 100m Rücken. Zum ersten Mal und deutlich unter 5 Minuten war er über 400m, hier freute er sich über 4:53min. Zweimal Silber gab es noch über 200m Freistil und 200m Rücken.

Über 400m Freistil war Johanna Gölder ebenfalls so schnell wie ihr Vereinskamerad Tom Gentner und auch sie stieg als Siegerin aus dem Wasser, nach 4:53min war das Rennen beendet. Platz zwei belegte sie über die längste Freistilstrecke im Becken – 1500m. Nach 19:27min schlug sie an und war um über eine halbe Minute schneller als je zuvor. Sie kommt wie ihre Vereinskameradin Vivien Jocham sehr gut mit den langen und mittleren Distanzen in der Freistillage zu Recht.

Ihr jüngerer Bruder Valentin Gölder (Jahrgang 2009) hatte sieben Starts in Erlangen und schwamm dreimal persönliche Bestzeit. Er freute sich über 50m Freistil in 33,35sek, über 200m Lagen in 3:20,95min und 200m Freistil in 2:45,10min und platzierte sich immer unten den Besten Zehn. Er war der jüngste männliche Schwimmer im Aalener Team.

Ebenfalls Jahrgang 2009 ist die jüngste weibliche ASA-Starterin, Julia Merkel. Sie fuhr nach 5 Starts mit 4 Bestleistungen nach Hause und schwamm zum ersten Mal unter 3 Minuten über 200m Freistil, 2:59,59min. Sie zeigte ihre Vielseitigkeit und startete über 50m Brust in 45,93sek, 50m Schmetterling in 40,82sek und Freistil-/ und Rückenstrecken. Über 100m Rücken landete sie auf dem achten Platz.

Die fünf Jahre ältere Schwester Miriam Merkel gewann Bronze für ihre Leistung über 100m Brust in 1:27,44min und steigerte sich um 2,5 Sekunden über 100m Freistil auf 1:09,17sek. Fünf Starts und vier Bestzeiten war ihre Bilanz in Erlangen.

Der älteste im Team der Aalener Matthias Oppold war mit seinen zwei neuen Bestzeiten sehr zufrieden. Er schwamm 200m Lagen nun in 2:31,34min, um zwei Sekunden schneller als zuvor. Auch seine Lieblingsstrecke 50m Brust konnte er unter 33sek beenden und hatte 32,85sek am Anschlag stehen. Silber und Bronze nahm er für die beiden mittleren Strecken 200m Brust und Freistil mit.

Fünfmal am Start und fünfmal neue Bestleitungen aufgestellt – dies gelang in Hannover Benedikt Uhl. Noch dazu Bronze über 400m Freistil und die 50m Freistil ist er in 26,73sek geschwommen.

Trotz all der schwierigen und vor allen Dingen durch die Pandemie bedingten Umstände können wir sehr zufrieden mit den Leistungen sein, es gibt nach wie vor Luft nach oben. Der Schwimmsport gehört leider zu den trainingsintensivsten Sportarten und hier wirkt es sich sehr schnell negativ aus, wenn man nur wenige Tage nicht ins Wasser gehen konnte - momentan kommt das häufig durch die vielen Corona Erkrankungen vor, fasste Peter Rothenstein die Wettkampfzeiten zusammen.

07.04.2022